Völker und Nationen

Was hat Rosa Parks getan?

Was hat Rosa Parks getan?

Die Antwort ist nicht so sehr das, was Rosa Parks getan hat - es war das, was sie nicht getan hat, was eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt hat, die schließlich zum Ende der Segregation in allen Bussen in Alabama geführt haben.

Festnahme von Rosa Parks

Rosa Parks wurde am 1. Dezember 1955 in einem städtischen Montgomery-Bus verhaftet, als sie nach der Arbeit nach Hause fuhr. Der Grund: Sie weigerte sich, ihren Platz aufzugeben, damit ein einzelner weißer Mann eine ganze Reihe von vier Sitzen für sich allein haben konnte. Rosa Parks sagte, dass sie nicht in diesen Bus eingestiegen sei, um eine Szene zu verursachen und verhaftet zu werden. Sie sei einfach krank und müde von der unfairen Behandlung, die die schwarzen Amerikaner erhalten hätten.

Segregationssystem in Alabama-Bussen

Zum Zeitpunkt des Busboykotts in Alabama gaben die Gesetze vor, dass der vordere Teil des Busses für weiße Bürger und der hintere Teil des Busses für Schwarze reserviert sein sollte. Obwohl das Gesetz dies nicht ausdrücklich festlegte, forderten die Busfahrer, dass schwarze Personen in den Reihen direkt hinter dem weißen Abschnitt aufstehen und ihre Plätze für weiße Personen abgeben, wenn der vordere Abschnitt voll war. Sie mussten auch eine ganze Reihe räumen, selbst wenn nur eine weiße Person einen Sitzplatz brauchte. Wenn der Bus voll wäre, müssten die Schwarzen stehen.

Afroamerikaner mussten ihre Busgebühren, die denen der Weißen entsprachen, häufig beim Fahrer vorne bezahlen und dann aussteigen, zum hinteren Teil des Busses gehen und durch die Hintertür wieder einsteigen. Wenn sie zu langsam waren, hoben die Busfahrer oft mit ihrem Geld ab und ließen sie auf dem Bürgersteig stehen. Rosa Parks war ein angesehenes Mitglied ihrer Gemeinde. Als die anderen Afroamerikaner in Montgomery von ihrer Verhaftung erfuhren, waren sie empört. Obwohl 70 Prozent aller Menschen, die die Stadtbusse benutzen, schwarz sind, werden Weiße bevorzugt behandelt.

Der Montgomery-Busboykott

Nach ihrer Festnahme und Freilassung gegen Kaution musste Rosa Parks vor Gericht erscheinen. Ihr Prozess dauerte nur etwa 30 Minuten. Das Urteil: schuldig. In der Zwischenzeit hat ein Freund von Parks, E.D. Nixon (Präsident der NAACP in Montgomery) fragte Rosa, ob sie bereit sei, sich an einer Klage gegen das Unternehmen zu beteiligen. Sie hat zugestimmt.

Kurz nach Rosas Festnahme organisierten empörte Busbenutzer einen eintägigen Boykott der Montgomery-Busse. Dieser Boykott war sehr erfolgreich und wurde zu einem 381-Tage-Boykott unter der Führung von Martin Luther King Jr. Der Boykott endete mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, dass die Gesetze zur Trennung von Bussen verfassungswidrig seien, ein Sieg für die Bürgerrechtsbewegung. Danach kämpften die Parks weiter für Bürgerrechte. Der Busboykott war Vorbild für gewaltfreie Proteste in den USA.

Dieser Artikel ist Teil unserer umfangreichen Ressourcen zur Geschichte der Schwarzen. Klicken Sie hier, um einen umfassenden Artikel zur Geschichte der Schwarzen in den USA zu erhalten.

Schau das Video: ICH HAB DIE SCHNAUZE VOLL VON ROSA (Juli 2020).